Rattenberg in Tirol

Rattenberg ist eine Stadt im Bezirk Kufstein - Tirol. Mit 0,11 km² ist sie flächenmäßig die kleinste Stadt Österreichs. Rattenberg liegt zwischen Fels und Inn am Fuß einer Burg aus dem 10. Jahrhundert. Früher diente die Stadt als Umschlagplatz für Waren der Innschifffahrt und als Zollstelle an der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Das historische Zentrum ist im Inn-Salzach-Stilerbaut und heute eine Fußgängerzone.

Urkundlich wurde Rattenberg erstmals 1254 genannt und 1393 erfolgte die Erhebung zur oberbayerischen Stadt. Die Entwicklung des Ortes erfolgte, durch den Schutz der Burg entlang der Straße zwischen Inn und dem Stadtberg. Geschlossen wurde der Stadtraum durch eine Mauer und einen Graben im Osten. Als eine Art Stadtplatz und Zentrum entwickelte sich die ostwärts führende Südtiroler Straße. Überschwemmungen führten zu mehreren Niveauerhöhungen des Ortes.

Tirol gehört östlich des Zillers (Zillertal) zur Erzdiözese Salzburg. Bis 1504 gehörte Rattenberg zu Bayern. Danach konnte sich Maximilian I. infolge des Kölner Schiedsspruchs, der den Landshuter Erbfolgekrieg beendete, auf dem Verhandlungswege den Besitz der vormals zu Bayern-Landshut gehörigen Städte Rattenberg, Kufstein und Kitzbühel und deren Umgebung sichern.

Im Jahr 2013 wurde das Stadtgebiet unter Ensembleschutz (Denkmalschutz) gestellt. Damit ist Rattenberg nach Hall in Tirol das zweite Städteensemble in Tirol und das 30. in Österreich.

Text:Wikipedia